Was ist Fussreflexzonenmassage

Bei der Fussreflexzonenmassage handelt es sich um eine manuelle Behandlungstechnik an den Füssen. Über die Reflexzonen an den Fusssohlen sind alle wichtigen Organe und Körperstrukturen abgebildet und können von einer geschulten Profitherapeutin geprüft und stimuliert werden. Die Massage am Fuss ist nicht nur äusserst wohltuend, sie wirkt sich positiv auf die Durchblutung aus, ist krankheitslindernd und aktiviert die Selbstheilungskräfte des menschlichen Körpers.

Die Idee dahinter ist, dass sich sämtliche wichtigen Organe und Körperstrukturen über bestimmte Bereiche des Fusses ansprechen lassen. Auf der Fusssohle werden von der Therapeutin mehrere Felder angenommen. Diesen unsichtbaren Feldern wird eine Entsprechung auf der Muskel- oder Organebene zugewiesen. Die Wechselbeziehung zwischen Fuss und Organismus wird bei der Reflexzonenbehandlung der Füsse therapeutisch genutzt.

Fussreflexzonenmassage Willisau Marlis Peter: Die Reflexzonen an den Füssen bilden den ganzen Körper ab.

Wie funktioniert diese Massagetechnik?

Zunächst mache ich mir ein Bild der Füsse meiner Kundinnen und Kunden. Druckstellen, Hühneraugen, Ödeme oder Skelettveränderungen kann ich so bereits erkennen.

Anschliessend folgt die physische Untersuchung. Beim Betasten der Füsse erweisen sich einige Stellen als druckempfindlicher als andere. Es kann sich um verfestigte Gewebestrukturen, Muskelverspannungen oder organbedingte Schmerz-Ausstrahlungen handeln. Möglicherweise ist auch die Hautstruktur an manchen Stellen erkennbar anders. Aufgrund von Beobachtungen und Tastbefunden kann ich erste Rückschlüsse auf bestimmte Organbezüge oder Problemzonen ziehen.

Anschliessend folgt die eigentliche Reflexzonenmassage. Mit Massage-Bewegungen, Reibung und Druck massiere ich die verschiedenen Zonen an den Fusssohlen, Zehen und Seitenränder. Dadurch lockere ich das Gewebe, fördere ich die Durchblutung und stimuliere über die Reflexzonen den entsprechenden Körperbereich. Dabei gehe ich auf die gewonnenen Erkenntnisse aus der visuellen und physischen Beobachtung ein und konzentriere mich auf einzelne Bereiche mehr auf andere.

Für die Patientin oder den Patienten fühlt sich die Massage an den Füssen wunderbar an. Sie entspannen sich sofort, einige schlafen sogar ein und alle bekunden, wie wohl und angenehm sie sich nach der Fussreflexzonenmassage fühlen.

Warum ist die Reflexzonenmassage an den Füssen gesund?

Zum einen sind Fussmassagen einfach wohltuend. Der Patient oder die Patientin entspannt sich unter den Griffen und Bewegungen sehr schnell. Zum anderen kann der Therapeut oder die Therapeutin gezielt bestimmte Organsysteme oder Schmerzpunkte ansprechen. Als erste Reaktion verbessert sich die Durchblutung der Füsse selbst. Im Weiteren werden jedoch auch die verschiedenen Bereiche, Organe und Strukturen des Körpers stimuliert.

Die Füsse stehen in einer lebendigen Wechselbeziehung zum restlichen Körper. Da ein Organ jenseits von Medikamentengaben nicht direkt behandelt werden kann, muss der Therapeut oder die Therapeutin einen Umweg nehmen. Mittels einer manuell eingeleiteten Umstimmungsbehandlung beeinflusse ich die innen liegenden Organsysteme. Die Reflexzonenmassage aktiviert beispielsweise bestimmte Drüsen oder beruhigt das Immunsystem.

Der Vorteil der Fussreflexzonen-Behandlung ist ihre Nebenwirkungsarmut. Es handelt sich um eine schonende Begleitbehandlung. Diese ist jedoch nicht bei jedem Patienten unserer Praxis durchführbar. Ausschlussgründe und medizinische Kontraindikationen für Reflexzonenmassagen am Fuss sind beispielsweise

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Gegen welche Beschwerden hilft die Fussreflexzonenmassage?

Das Reflexzonen-Verfahren kann über die Füsse gezielt bestimmte Effekte erzeugen. Es kommt der allgemeinen Verfassung ebenso zugute wie dem gesunden Schlaf. Die Reflexzonenmassage der Füsse kann Schmerzzustände verbessern, muskuläre Verspannungen und Blockaden lösen und den Lymphabfluss in den Extremitäten optimieren.

Die häufigste Indikation für Reflexzonenmassagen an den Füssen sind chronische Erkrankungen. Wo die Heilung von Schmerzen oder Verspannungen beschleunigt werden soll, hat sich die Fussreflexzonenmassage bewährt. Damit werden zahlreiche Anwendungen der Reflexzonenmassage möglich. Diese können begleitend und unterstützend vorgenommen werden. Typisch Diagnosen, bei denen eine begleitende Fussmassage-Therapie sinnvoll ist, wären beispielsweise

  • chronische Erkältungsbeschwerden, z. B. dauerhaft belastete Nebenhöhlen
  • akute Heuschnupfen-Beschwerden
  • akute Erschöpfungszustände
  • Durchblutungsstörungen in Beinen und Füssen
  • durchblutungsbedingte Kreislaufprobleme
  • häufige Verdauungsbeschwerden
  • typische Wechseljahresbeschwerden
  • Hormonstörungen
  • Blasenentzündungen
  • ein Lipödem
  • organische Funktionsstörungen wie z. B. Menstruationsbeschwerden, Darmträgheit
  • Gelenkprobleme, Wirbelsäulenbeschwerden und Rückenschmerzen
  • muskuläre Blockaden auf der Ebene der Haltungs- oder Bewegungsorgane
  • verspannungsbedingte Kopfschmerzen und Migränebeschwerden
  • funktionelle Störungen auf muskulärer Ebene, z. B. Schulter-Arm-Syndrom, Ischias-Schmerzen oder Hexenschuss)
  • degenerative Beschwerden im Bereich der Weichteile und Gelenke
  • oder Arthritis

Die Entstehung dieser speziellen Massagetechnik

Die Massage der Reflexzonen an den Füssen ist keineswegs eine neue Behandlungsmethode. Schon frühe Behandler, die in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) ausgebildet waren, nutzten entsprechende Techniken.

Die Chinesen gingen davon aus, dass ein fachkundiger Behandler über bestimmte Meridian-Punkte in den Füssen Organe, Muskulatur und Körpersysteme wie den Darm, das Immunsystem oder das Hormonsystem positiv beeinflussen könnte. Die chinesischen Therapeuten strebten schon früh danach, durch Fussmassagen den Energiefluss im Körper zu verbessern. Sie nannten diese Energie “Chi”. Durch die manuelle Behandlung sollten sich Blockaden lösen. Funktionsstörungen, Verspannungen und Schmerzen sollten sich dadurch lindern lassen. Das chinesische Prinzip der Reflexzonen bzw. Meridiane wird noch heute in Akupressur- und Akupunktur-Behandlungen an den Füssen verfolgt.

Die Fussreflexzonenmassage, die im europäischen Raum bekannt ist, stammt aber eigentlich von den Indianern Nord- und Mittelamerikas ab. Der Amerikaner William Fitzgerald, ein HNO-Arzt, erlernte diese Massagetechnik bei den nordamerikanischen Indianern. In den indianischen Reservaten werden auch heute noch bestimmte Erkrankungsbilder oder Funktionsstörungen mittels ähnlicher Massagetechniken und Druckbehandlungen beeinflusst.

William Fitzgerald erweiterte die neu erlernte Massagetechnik. Er dokumentierte außerdem die ersten Behandlungsregeln. Diesen Regeln zufolge ist der Fuss wie eine Landkarte unseres Organismus zu verstehen. Bestimmten Regionen des Fusses können bestimmte Muskeln, Organe, Knochen oder Nerven zugeordnet werden. Die heute noch verfolgte Grundaufteilung des Fusses in zehn Segmente oder Zonen ist William Fitzgerald zu verdanken. Die Zuordnung von Extremitäten, Knochen, Muskeln oder Hohlorganen in diese senkrechten Zonen des Fusses stellte 1917 einen wichtigen Meilenstein dar. Fitzgerald wurde damit zum Pionier der modernen Reflexzonenbehandlung am Fuss.

In den Dreissigerjahren des vergangenen Jahrhunderts wurde diese ganzheitliche Massagetechnik von der Masseurin Eunice Ingram nochmals verfeinert und erweitert. Die zehn Längszonen von Fitzgerald wurden um drei Querzonen ergänzt. Unter Ingrams Schülern wurde Hanne Marquardt als eine der bedeutendsten Vertreterinnen der modernen Fussreflexzonenbehandlung bekannt. Auch bei uns in Willisau wird diese Massage-Tradition nach Ingrams Vorbild fortgeführt. Dabei gilt: Der rechte Fuss repräsentiert die rechte Körperhälfte. Der linke bildet die linke Körperseite ab.

Ausschlussgründe und Kontraindikationen

In folgenden Fällen sollte von einer Behandlung abgesehen werden:

  • offene Wunden am Fuss oder ein offenes Bein
  • der diabetische Fuss
  • eine akute Venenentzündung
  • der Verdacht auf eine tiefe Venen-Thrombose
  • spezifische Gelenk- und Knochenerkrankungen (z. B. Glasknochenkrankheit, schwere Osteoporose)
  • akute Nagel- oder Hautpilzinfektionen
  • akute fiebrige Infektionskrankheiten
  • Risikoschwangerschaften
  • oder Psychosen